Was ist ein Manga?

Also Manga bedeutet wörtwörtlich eigentlich "unverlässliche Bilder" (nicht 100% sicher Übersetzung dafür). In den 30-er Jahren ging der Begriff auf die Comics über. Dabei beizeichnet man in Japan grundsätzlich alle Comics als Manga, während man in den westlichen Ländern, nur Comics japanischer Herkunft (oder Machart) Manga nennt. Leider werden in letzter Zeit oftmals auch Zeichentrickfilme als Manga bezeichnet, was vollkommen falsch ist: Comics sind immer Manga und Zeichentrickfilme sind immer Anime. In Japan gibt es neuerdings gelegentlich auch mal den von Comic abgeleiteten Begriff "komikusu".
   

Die Altersgruppe variert bei Manga sehr. Immer unterschiedlich, jede Altersgruppe hat ihre Manga. Sailor Moon z.B. war für 8 bis 12 jährige Mädchen gedacht. (Fans waren dann allerdings doch wieder in allen Altersgruppen zu finden).

Manga unterscheiden sich sehr von westlichen Comics. Manga sind zB fast immer nur schwarz-weiß gezeichnet. Bis auf das die ersten paar Seiten gelegentlich farbig gestaltet werden, gibts da nicht mehr an Farbe zu sehen. Manga sind im Normalfall länger als Comics. Während man in Comics ein Bild für eine Szene braucht, werden im Manga mehrere Bilder aneinandergereiht um somit eine Szene auszudrücken. Die Technik ist wie in Filmen. Dadurch gelingt es mit einer Seite ein ganz bestimmtes Gefühl zu vermitteln. Eines der herausragendsten und bekanntesten Merkmale des Manga sind die Köpfe: große Augen und kleiner Mund und Nase. Ein Kritikpunkt den man oft hört, ist der Unrealismus bei der Gestaltung der Frisuren. Diese dienen aber meist nur der besseren Unterscheidbarkeit der Figuren. Im Anime drücken dann die Farben meist noch bestimmte Charaktereigenschaften aus.

Wie ist das mit der Leserichtung in den Mangas? Nunja, in Deutschland bekommt man Manga derzeit in zwei Ausführungen. Einmal in westlicher Leserichtung (von links oben nach rechts unten und von vorn nach hinten) und in japanischer Leserichtung (von rechts oben nach links unten und von hinten nach vorn). Die westliche Leserichtung bietet den Vorteil der Gewohnheit, da schließlich alle westlichen Bücher in dieser Form herauskommen. Sie hat allerdings den Nachteil, dass bei der Umsetzung aus dem japanischen die Seiten gespiegelt werden müssen. Das kann auf den oben beschriebenen Effekt einer kompletten Seite einen störenden Effekt haben. Das ist bei der japanischen Leserichtung, da sie die Leserichtung des Originals ist, nicht passieren. Hier muss man sich allerdings erst mal umgewöhnen. Das geht allerdings relativ zügig und bereitet deshalb keine Schwierigkeiten.

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